Hallo, ich bin Korbinian. Derzeit arbeite ich an der Wiedererrichtung einer Kaffeerösterei.
Ich liebe Sport, Musik, Fotografie, Literatur und gehe zur Jagd.
10.03.2026
Wenn man gute Fotos macht, muss man in erster Linie Fotos machen. Dafür braucht es Zeit, Motive, ein kreatives Auge und eine Kamera mit Objektiv. Man braucht alles davon, wobei die Kamera selbst die kleinste Priorität hat. Das Auge kann man schulen und Motive finden. Vor allem muss man sich Zeit für diese schöne Beschäftigung schaffen.
Viele Fotografen machen sich am Anfang ihrer Karriere, also zum Hobbystart, zu viele Gedanken über den richtigen Kamerabody. Technik verlockt und Marketing treibt das übrige Spiel mit unseren Köpfen. Am Anfang halte ich es vor allem für wichtig, dass man regelmäßig raus geht und sich an Fotos probiert. Es kostet Überwindung, nah an das gewünschte Motiv zu treten, das erste Portrait zu schießen oder in Straßenumgebung zu lauern und immerdar wie ein Jäger auf den waidmännischen Moment zu warten.
Unabhängig vom Motiv, empfehle ich möglichst nah heranzugehen. Geh so weit an das Motiv heran, dass nur das Wichtigste im Sucher zu erkennen ist. Die Nichtbeachtung dieser einfachen Tatsache führt zu nichtssagenden Fotos. Jeder Aufnahmefehler tritt dahinter zurück. In das Bild gehört nur das, was man auch aufnehmen möchte. Weniger ist eindeutig mehr auf dem Bild.
Sorge für die ausreichende Belichtung des Motivs. Werden Fotos zu hell oder zu dunkel, liegt ein Bildfehler vor. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Steuerung, namentlich die Lichtempfindlichkeit (ISO), die Verschlusszeit (Belichtungszeit) und die Blendenöffnung (f). Mit den drei Einflussfaktoren lässt sich mit fortgeschrittener Erfahrung spielen. So wirken Langzeitbelichtungen ganz besonders, wenn sich einzelne Elemente im Foto bewegen, während andere ganz still stehen. In den Zeiten der vollautomatischen Kamera sind diese Einstellungen bewusst zu treffen. Für das manuelle Fotografieren muss man sich über das Zusammenspiel der Einflüsse bewusst werden. Hierfür helfen Tabellen und die Erfahrung hinterm Okular.
Für diesen Absatz unterscheiden wir zwischen Vordergrund und Hintergrund. Als Vordergrund gilt uns, was wir zeigen möchten, der Hintergrund ist alles umgebende. Die goldene Regel für uns ist, dass wir den Hintergrund so einfach wie möglich gestalten wollen. Ein unruhiger Hintergrund verwässert das Foto.